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Passionsspiele Sömmersdorf Im Turnus von 5 Jahren - die nächsten 2008 - finden die fränkischen Passionsspiele Sömmersdorf statt. Mit dem Tod auf Golgatha endet die Leidensgeschichte Jesu Christi - Aber die frohe Botschaft geht weiter: Seie Auferstehung kann auch für uns ein Impuls für einen Neuanfang sein. Hossianna - Ecce Homo - Helleluja: Das ist - kurz gefasst - der Inhalt des Sömmersdorfer Passionsspiels.
Jeder Besucher des Sömmersdorfer Passionsspiels kann in seiner der Rollen des Spiels auch Züge seines eigenen Lebens erkennen. Vielleicht entdeckt er sich in einem Mitgleid des Hohen Rates wieder, eines jüdischen Händlers oder Soldaten. Vielleicht erkennt er sein wahres Gesicht aber auch in einem der Apostel. Deshalb ist die Aktualität des Passionsspiels für die Menschen auch heute ungebrochen und von eigener Faszination. Der Text des Spiels ist volkstümlich, leicht verständlich und hält sich weitestgehend an die Worte der Heiligen Schrift. Alle 400 Mitwirkenden sind Ortseinwohner. Im Heiligen Jahr 1933 wurde das Spiel unter Leitung des Lehrers Guido Halbig erstmals aufgeführt.Die Vorstellungen erfreuten sich regen Zuspruchs und so wurde auch 1934 erneut gespielt. Ab 1935 von den damaligen Machthabern verboten, gelangte das Spiel erst 1957 wieder zu neuer Blüte. Nach weiteren 4 Spieljahren entschloss man sich ab 1968 die Leidensgeschichte im 5-Jahres-Rhythmus aufzuführen. Mit dem Tod von Guido Halbig, dem "Vater der Sömmersdorfer Passion" ging 1988 eine 50jährige erfolgreiche Regiearbeit zu Ende. Im gleichen Jahr übernahmen Prof. Paul Sonnendrücker und Barbara Zorn die Spielleitung. Durch Ergänzungen und Einbau neuer Szenen gewann das Spiel weiter an Dynamik und Dramatik. Abendvorstellungen führten seit 1993 zu weiterer Attraktivität. Internationale Anerkennung fand das Spiel auch bei der Europassion, der Vereinigung europäischer Passionsspielorte. Im Jahr 1998 übernahm die Schauspielpädagogin Barbara Zorn aus Bad Schwalbach die Spielleitung. Bis heute haben mehr als 230.000 Zuschauer die Sömmersdorfer Passion besucht. Schirmherr der Spiele ist seit 1983 der Bischof von Würzburg, Dr. Paul-Werner Scheele. Das im Wald gelegene Passionsspielgelände umfasst eine 30 Meter breite Freilichtbühne mit einem Zuschauerraum, der knapp 2000 Besuchern Platz bietet und großteils mit Schalensitzen ausgestattet ist. Die gute Akustik wird durch moderne Tonträger unterstützt. Schirmkonstruktionen schützen die Zuschauer vor Sonne und zum großen Teil auch vor Regen. |
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