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Kirchenburgen im Schweinfurter Land Die Gaden - lebendige Zeugen der Vergangenheit In den fränkischen Dörfern bilden die Kirchen bis heute den religios-kulturellen Mittelpunkt. Der Raum um sie herum war früher ein besonderer Friedensbezirk. Dort begangene Vergehen wurden zumeist hart bestraft. Dieser besondere Bereich wurde nach außen versinnbildlicht. Kleine eingeschossige Häuschen, sogenannte Gaden, gruppierten sich ringförmig um die Kirche. Die Traufkante der Gaden begrenzte den Bereich jener Kirchenburgen. Durch eine wehrhafte Mauer konnte der Schutz zusätzlich verstärkt sein. Bewaffneten Angreifern boten diese Kirchenburgen freilich nur wenig Widerstand. Gleichwohl waren sie ein Rückzugsort der Dorfgemeinschaft. Die Bedeutung der Gadenanlagen konnte über die Jahrhunderte hinweg variieren. Zumeist wurden sie als Speicherhäuschen genutzt. Im Schutz des "heiligen Bezirks" bargen Bauern einen Teil der Feldfrüchte und ihrer Habseligkeiten. Manchmal verwahrte man in den Gaden sogar Schmuck und Geld. Diese Spuren des früheren Wirkens sind bis heute in den Gaden sichtbar. Dank aufwändiger Sanierungsmaßnahmen sind sie wieder der Mittelpunkt des Dorflebens. Als Gemeindezentrum, Festspielort oder als Museum bilden die Kirchgaden in allen Orten einen lebendigen historischen Rahmen. Einen Flyer über die Kirchenburgen im Schweinfurter Land können sie unter Prospektanforderungen anfordern. |
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