29. Juno - 9.00 Uhr - Sonneschain und a frischs Lüfdlä is gangä. Pünkdlich
konnd mer unner „völkerverbindende Radtour" start. Von Poppenhausen im schönnä
Oberen Werntal ............quer durch die Schweinfurter Rhön...........zum
Ellertshäuser See im Schweinfurter Oberland. Mia haddn rund 60 km und 790
Höhenmeter vor uns. – Doch des woa warrlich ke Brobleem! Haddn mia doch än subba
Drubb bainanner, die sinn gfoarn wie die Henkär! Aa unner Mann aus Zeil, der uns
erklärt hat er sei scho Rentner, war technisch und konditionell echt subba! So
ham mia recht züchich Hain und Holzhausen links liechn glassn, um bei Hambach
unner Wissen übär des Dorf als Radrenn-Hochburg raus zu lassn. Unner Leut woarn
ned nua schbordlich guad drauf – nä, die ham a beim „Kulturelln" die Oarn
gschbitzt!
– Ä subba Drubb –
Aa beim Zeller Staudamm, mit Bau, Funktion und Gschichdlich dazu, woarn se
voll dabai! – Dann der Berch zwischn Zell und Üchtelschtücht (Üchtelhausen),
deär konnd kenn von uns zum Abschdeichn zwing! – Ä subba Drubb –
Weider gings durch die SW-Rhön, aa genannt Hesselbacher Waldland.
Wos über Bsonderheidn der Natua (wie Klima, Naturdenkmal, usw.) einiches zu
erzääln gäm had! – Aa über den „Schloch Mensch" der da lebbd, der a ganz a guade
Seel is, abba zum Rebelln wird, wenn’s um sei Viehwaach ged!!! Da woarn mia uns
mid unnere Gäst einich, so a historische Viehwaach, die quasi ihr Geschichdn
gschriebm had, is als kulturelles Erbe zu bedrachdn! – Kurzerhand erklärdn mia
die Viehwaach zum „Kulturdenkmal" + Ebertshausen zum „Kulturschutzgebiet"!!!
– Ä subba Drubb –
Nach soviel Schpord mid Kuldua verknüpfd, hadn mia uns in Reichmannshausen
unner Middachessn verdiend! Beim Hirschkopf im Biergaddn kond mer uns von die
Schdrapazn erhol, derweil mei Kolechin, die Jutta Paralleln zwischn Bad
Kissingen und Reichmannshausen gezochn hat. Des Dörflä war nämmlich ma a
Luftkurort, wo rechd fürname Leut verkeerd sinn – Endschbrechende Bildlich ham
mia uns dazu angeguckd! – Bisses Essn kam – hm – Schäufeli und so manch annere
leggere fränkische Hausmannskost! Da ham mia ordendlich was gessn, und uns guad
underhaldn.
– Ä subba Drubb –
Absolud sadd und guader
Dinge sinn mia so umma zwäa am Ellertshäuser See aakommä. Die Entstehungsgeschichte vom See
had dann so Manchn überraschd. Für Mystiker gabs Ellertshausens Geschichte und Legende. Für
Naturliebhaber die schützenswerten Uferzonen und die Renaturierung vom Sauerquellenbach! Uuund für
die Techniker kam dann Herr Schneider vom Wasserwirtschaftsamt mit ner Dammbegehung und
Erkundung der Technik im Inneren des Staudammes!
– So war für alle was dabei, sie ham mit geschärftn
Sinnen genossn! – Ä subba Drubb – Hämwärds dann ham mia alle noch a mal
ordendlich neigedrädn, ham logger zwä Mountainbiker im Berch überhold und blooß
a „bissle" gschwitzt dabei. Zwischen Weipoltshausen und Zell, als mir ins Tal
nunnergschossn sinn, is uns zur Belohnung der Fahrtwind um die Nasn gweht!
Den letztn Hüchl nach Hammich (Hambach), bei denä Reiterhöf sinn mia tapfär
naufgschtrambelt! Komme zwä Reiterinnen des Weches, sächt die eenä prompt zu
uns: „Also ich sitze hier oben toootaaal entspannt!!!" – Erwiedert mei eenär
Gast, der mit der Bullnmast: „Wenn ich auf meim Bulldog sitz aa!!!
– Ä subba Drubb –
Der letzte Anlaufpunkt: die Wüstung Asbach, von dort aus faszinierender
Weitblick von der Rhön bis zum Steigerwald!
– Kam doch von eben dem selben netten Gast: „Is net schlecht, a Cola-Asbach
wär mir jetzt recht!" Die trockene Sprüch, was ham mia gelachd!
- Ä subba Drubb –
Von nun an gings nur noch berchab, übers schönne Maibachtal warn mia ruckzuck
wiedär in Poppenhausen zurück.
Ankunft: immer noch 29. Juno - 18.30 Uhr – Sonneschain –
die Frisur sitzt nix mer – abba glücklich sinn mer alle über die gemeinsam
erlebten Stunden –
Ma siehts am Bild
– Danke, ihr wart – ä subba Drubb!!!